Konvektionswärme kontra Strahlungswärme
Anhand der nachfolgenden Darstellungen, ist klar zu erkennen, dass die Wärmeverteilung bei den einzelnen Heizungsarten unterschiedlich ist und somit zu vollkommen anderen Heizergebnissen führt.

Eine Konvektionsheizung erwärmt zuerst die Raumluft. Diese gibt dann die Wärme an die festen und flüssigen Stoffe ab. So werden Wände, Decken und Böden und die im Raum befindlichen Gegenstände unmittelbar nach dem Beheizen der Luft erwärmt. Allein dieser Vorgang bedarf einen erhöten Energieaufwand.
Einen weiteren, auf dem Bild gut sichtbar dargestellten Aspekt, der nicht unterschätzt werden darf, ist der Temperaturunterschied der einzelnen Luftschichten. Der Raum ist zwar beheizt und mit einer Temperatur von 20°C bis 22°C dem Anschein nach warm, wird aber als unangenehm empfunden, da die Temperatur der Luftschicht über dem Fußboden, die Füße kalt werden lässt.
Auch die Luftbewegung (warme Luft steigt) ist ein Wohlfühlkiller, denn Asthmatiker oder Allergiker haben ein primäres Problem mit aufwirbelndem Staub. Dieser Staub vermischt sich mit unserer Atemluft und kann zu enormen Belastungen des Organismus führen.
(Siehe hierzu auch "Schadstoffe und Schimmelpilze")

Eine Strahlungsheizung erwärmt zuerst die festen und flüssigen Stoffe im Raum. So werden Wände, Decken und Böden gleichmäßig erwärmt und erst im zweiten Schritt die Raumluft. Jedoch bedarf es bei Strahlungsheizungen keiner hohen Lufttemperatur. Eine Lufttemperatur von 18°C ist vollkommen ausreichend und bringt dem Raumbenutzer ein angenehmes wohliges Gefühl. Die 4°C Einsparung bringt enorme Kostenvorteile, die sich in der Monatsabrechnung bemerkbar macht.
Temperaturunterschiede der Raumluft, wie es bei Konvektionsheizungen zustande kommt, gibt es bei Strahlungswärme nicht. Hier bleibt der Kopf kühl und die Füße warm.
Berechnung der empfundenen Raumwärme:
Raumlufttemperatur plus Umfassungsflächentemperatur geteilt durch zwei.
Beispiel Konventionsheizung:
Raumluft 21C° plus Umfassungsfläche 15C° gleich 36:2= 18C° empfundene Wärme
Bei der Infrarotheizung errechnet sich folgendes Beispiel:
Luft 18° plus Umfassungsfläche 22C° gleich 40:2= 20C° empfundene Wärme bei klarer, staubfreier Luft.
Eine Infrarotheizung trocknet somit nach und nach die Wände (Umfassungsflächen), es geht weniger Energie verloren und spart somit an Heizkosten.
Auch gibt es keine Staubaufwirbelung durch die Erwärmung. Im Gegenteil, die Luft hat eine angenehme Konstellation der relativen Feuchtigkeit zur Temperatur.
(Siehe hierzu auch "Die Belastung der Lungen")