Die Infrarotheiztechnik ist in aller Munde und tritt den Siegeszug an, der Ihr seit über 100 Jahren zusteht!

Leider gibt es noch wenig Fachleute, die sich mit dieser Heiztechnik auskennen und es somit zu unsachlichen Aussagen kommt. Hier nun die häufigsten Irrtümer über Infrarotheizung.

IR-Heizungen werden mit 40 Watt je m² Wohnfläche berechnet, so dass für 100m² ein Bedarf von 4000 Watt ausreichend ist.

Absoluter Unsinn! Wie bei der bisherigen Berechnungsweise für den Wärmebedarf eines Gebäudes, bedarf es auch bei IR-Heizungen eine Wärmebedarfsberechnung. Und auch hier spielen Außenwände, Fenster und Türen und auch Dämmungen eine primäre Rolle. Wenn Ihnen also eine solche Rechenweise vorgelegt wird, dann sollten Sie eine übersichtliche Wärmebedarfsberechnung verlangen.

Infrarotheizungen eignen sich hervorragen in Gewächshäusern.

Ja, wenn der Betreiber des Gewächshauses genug Geld dafür übrig hat, warum nicht! Natürlich meine ich Nein, denn Glas hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit und sorgt für einen schnellen Wärmefluss nach draußen. Treffen also die Wärmestrahlen auf das Glas wird diese Wärme schneller eingezogen und es wird weniger Wärme zurückgeworfen (reflektiert). Der Wärmeverlust ist eindeutig zu groß. Es gibt jedoch Möglichkeiten die Reflektion zu erhöhen, indem man eine bestimmte Folie oder spezellen Lack aufbringt!

Das Infrarot-Heizsystem verursacht hohe Kosten.

Leider gab und gibt es noch Hersteller von IR-Heizmodulen, die etwas zusammenbauen und dies als solche verkaufen. Daher sollte auf eines immer geachtet werden. Eine IR-Heizung die Wärme speichert, hat zwar Anteile von Infrarotstrahlen, kann aber als IR-Heizung nicht angesehen werden, da überwiegend Konvektionswärme abgegeben wird. Somit haben wir mit dieser Art eine moderne Elektrospeicherheizung (Nachtspeicherofen). Dazu zählen unter anderem Marmor- und Granit-Heizplatte sowie Spiegel- oder Glasplatten. Letztere sind etwas effektiver.

Es ist also beim Kauf darauf zu achten, ob das Heizmodul Wärme speichert oder direkt in den Raum strahlt. Eine Infrarot-Heizplatte, die auch diese Bezeichnung verdient, strahlt bei Inbetriebnahme sofort. Das zeichnet eine IR-Heizplatte aus und bringt somit auch den erwünschten Einsparerfolg.

Die nach dem heutigem Stand der Technik hergestellten Infrarot-Heizmodule, sind sogenannte Direktheizungen und haben keinen Speicher sondern ein nach vorne gerichtetes Strahlungsblech mit unterschiedlichen Beschichtungen.

Weitere Infos oben unter: " Warum die Infrarotheizung so sparsam ist"