Die Belastung der Lungen

Die Qual der Lunge, wenn die Luft zu feucht ist (schwül), sind vielen Betroffenen bekannt. Hier eine plausieble Erklärung

Die Lunge übernimmt im wesentlichen die Funktion der Atmung. Unter Atmung wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Lungentätigkeit verstanden. Im weiteren Sinne versteht man jedoch unter Atmung alle damit verbundenen Vorgänge, denn es ist erforderlich, dass der Luftsauerstoff durch die innere Lungenoberfläche diffundiert, mit Hilfe des Blutes zu den Geweben und Zellen weitergeleitet wird und das Kohlendioxid aus Zellen und Geweben über das Blut zur Lunge geleitet und schließlich ausgeatmet wird.

Bei diesem Prozess ist es wichtig, dass die innere Lungenoberfläche entfeuchten kann. Beim Einatmen nimmt die Atemluft die Körpertemperatur von 37°C und einen Feuchtegehalt von 100% auf. So atmen wir ein Leben lang ohne Einfluss darauf zu haben.


Das h-x-Diagramm von Richard Mollier (entwickelt um 1923), zeigt die Zustandsänderungen der Luft durch Erwärmung, Befeuchtung, Entfeuchtung und Kühlung.


So atmen wir entsprechend der Tabelle 41g/kg Wassergehalt je Atemzug aus. (schwarzer Pfeil) Was aber passiert beim einatmen? Da kommt es tatsächlich auf die Umgebungstemperatur und die rel. Luftfeuchtigkeit an.

Sehen wir uns das am Diagramm an. Folgende Daten sind anzunehmen. Die Raumtemperatur im Badezimmer beträgt 27°C mit einem 100% Feuchtegehalt. (roter Pfeil) Wir atmen ca. 23g/kg Wassergehalt je Atemzug ein. Die Differenz der beiden Werte liegt bei -18g/kg Wassergehalt
Die Lunge wird entfeuchtet! (nicht ausreichend)

Die Außentemperatur im Hochsommer beträgt 40°C mit einem 90% Feuchtegehalt. Wir atmen ca. 43g/kg Wassergehalt je Atemzug ein. Die Differenz der beiden Werte liegt bei +2g/kg Wassergehalt.
Die Lunge wird befeuchtet! (ungeeignet)

Jetzt versuchen Sie es selbst. Außentemperatur 0°C mit einem 75% Feuchtegehalt. Wir atmen ca. 2g/kg Wassergehalt je Atemzug ein. Die Differenz der beiden Werte liegt bei -39g/kg Wassergehalt.
Die Lunge wird entfeuchtet! (sehr gut)

Bei bis zu 10 g/kg Wassergehalt je eingeatmeten Atemzug, wir die Lunge entlastet. Alles was darüber hinaus geht kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Eine befriedigende Entfeuchtung der Lunge fängt daher bei ca. -30g/kg Wassergehalt je ausgeatmetem und eingeatmetem Atemzug an.