Schadstoffe und Schimmelpilze

Schadstoffe und Schimmelpilze sind ubiquitär und somit überall vorzufinden. Auch in unseren Innenräumen finden wir unzählige Stoffe,   von denen wir glauben, diese nicht in den eigenen vier Wänden zu haben.

Schon die Suche nach schadstofffreien Baustoffen und Einrichtungsgegenständen für das eigene Heim , führt  zu einer Informationsflut, mit der schon ein Chemiker ins Grübeln kommt. Wie soll sich da ein Häuslebauer den Durchblick verschaffen?

In meinen jahrelangen Untersuchungen der Innenräume verschiedenster Kunden der Gesellschaft, gab es keinen Innenraum, der nicht mit irgendeiner Substanz belastet war. Vom Weichmacher über Flammschutzmittel bis hin zu Holzschutzmitteln. Ein Cocktail an Schadstoffen mit geringen, nach Expertenmeinung nicht gesundheitsschädlichen Anteilen von Einzeldosen. Die Kombination der einzelnen Stoffe führt jedoch unweigerlich zu weiteren, für den Chemiker nicht bekannten Substanzen, die unseren Organismus schädigen können.

Eine weitere und für das 21. Jahrhundert typische Belastungsquelle sind Schimmelpilze. Waren es in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch 20 Schimmelpilzanalysen pro Woche, so liegen wir derzeit, also nur 20 Jahre später, bei der dreifachen Menge. Tendenz steigend!

Warum das so ist, möchte ich Ihnen nachfolgend erläutern.

Die heutigen Wohnhäuser werden hinsichtlich Ihres Energieverbrauches eingestuft und dementsprechend auf- oder abgewertet.            Das ist auch gut so! Wer wenig Heizmaterial benötigt, wird belohnt. Der Hauswert steigt, die CO2 Belastung sinkt, der Bauherr bekommt Geld vom Staat und alle sind glücklich. Besonders die Industrie, denn Sie hat den größten Nutzen daraus.

Nehmen wir mal die Dämmung ins Visier. Nach der neuen Gesetzgebung sollte ein vom Staat unterstütztes Sanierungsobjekt wärmegedämmt sein. Was bedeutet, je dicker die Außendämmung, umso geringer der Wärmeverlust, je sparsamer der Verbrauch an Heizenergie. Dazu noch eine hochmoderne Heizungs- und Lüftungsanlage eingebaut, aber bitteschön vorher noch an die Wärmeschutzfenster denken. Macht zusammen ca. 80.000,00 € an Kosten!

80.000,00 € für ein sparsames Haus. Na wenn das nicht der Knaller ist, da wird der Nachbar aber staunen!

Nein das tut er nicht, denn er weiß was das für Folgen hat. Eine Atemluft zum wegrennen und nasse Wände mit Schimmelflecken. Die kleine Tochter hat seit Monaten Bronchitis und der Hund ist auch gestorben.

So sieht die Wirklichkeit aus! Durch die Dämmverordnung sind unsere Häuser nicht mehr atmungsfähig. Feuchtigkeit kann aus den Räumen nicht entweichen. Alle Ritzen und Fugen die vorher für genügend Frischluft gesorgt haben, sind abgedichtet.

Willkommen im modernem Sick-Building